PEN - Berlin | Ist das noch/schon mein Land?

PEN Berlin lädt ein zu Debatte, Diskussion, Diskurs
Hallo Friedrichshafen, reden wir über Heimat!
Mit einer großen Gesprächsreihe durch Baden-Württemberg vor den Landtagswahlen lädt PEN Berlin zu Debatten über Heimat und Demokratie ein.
Die Autorenvereinigung PEN Berlin geht in den Südwesten Deutschlands und veranstaltet in 22 größeren und kleineren Orten in Baden-Württemberg eine Gesprächsreihe – der Auftakt einer großen Serie, der weitere Veranstaltungen folgen werden.
Viele Ängste belasten die Deutschen: Die Angst davor, dass der Staat seine elementaren Aufgaben nicht mehr erfüllen kann. Die Angst vor einer Überforderung der Gesellschaft durch Einwanderung. Die Angst davor, dass Wohnen unbezahlbar und Gesundheitsvorsorge unerreichbar werden. Die Angst vor einem tiefen Fall der Wirtschaft dieses Landes. Begleitet von vielschichtigen Gefühlen wie Einsamkeit, Machtlosigkeit und Verunsicherung. Wie soll man sich verhalten gegenüber politischem Extremismus? Wie und wann sich gegen ansteigenden Antisemitismus und Rassismus wenden? All diese und weitere Ängste lassen sich in einem Motiv bündeln: die Angst vor dem Verlust des Vertrauten. Die Angst vor dem Verlust von Heimat.
Genau darüber möchten wir reden. Über Heimat. Unter dem gebrochenen Motto »Ist das noch mein Land?« bis zu »Ist das schon mein Land?«. In Heidenheim und Crailsheim, in Esslingen und Göppingen, in Ulm und in hier in Friedrichshafen.
Zu Gast sind wir in Theatern und Kulturzentren, aber auch in anderen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt wichtigen Einrichtungen.
Auf den jeweils dreiköpfigen Podien – darunter etliche Journalistinnen und Journalisten aus der Region – sind nicht nur Leute aus der schreibenden Zunft, sondern auch Unternehmer:innen, Polizist:innen, Pfarrer:innen – und Kommunalpolitiker:innen. In FN werden die Theaterautorin Theresia Walser sowie Raimund Wilhelmi, früherer Leiter der Klinik Buchinger Wilhelmi in Überlingen zu Gast sein.
Theresia Walser, geboren 1967 in Friedrichshafen, zählt zu den deutschen Theaterautoren der Gegenwart. Ihre Stücke wurden mehrfach ausgezeichnet und in 20 Sprachen übersetzt. »Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm« wurde über dreißigmal und »Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel« fast vierzigmal inszeniert. Sie lebt bei Freiburg.
Raimund Wilhelmi, geboren 1949 Bad Pyrmont (Niedersachsen), leitete vierzig Jahre lang die familiengeführte Klinik Buchinger Wilhelmi in Überlingen am Bodensee. Er engagierte sich ehrenamtlich in der Kommunalpolitik (FDP) und fördert junge Künstler. Buch: »Das Glück des Fastens« (Hoffmann & Campe, 2020).
Moderiert wird der Abend von Dr. Johannes Bruggaier, geboren 1977 in Athen, Promotion über Klassiker-Inszenierungen. Seit 2016 leitet er die Kulturredaktion des Südkurier in Konstanz und verantwortet das Wochenendmagazin. Ausgezeichnet u.a. mit dem Axel-Springer-Preis.
»Das wird nicht immer nett. Aber mir scheint dieser Weg, die Auseinandersetzung zu suchen, der richtige«, sagte PEN-Berlin-Sprecher Deniz Yücel. »Besser, als in Berlin zu sitzen, unsere Demokratie zu beschwören und dabei zuzusehen, wie die Menge derer, die mit diesem Possessivpronomen bezeichnet wird, immer kleiner wird.«
Ein offenes Gespräch darüber, was die Gesellschaft zusammenhält und sie auseinander zu reißen droht.
Einen Überblick über alle 22 Veranstaltungsorte und 66 Teilnehmer:innen finden Sie hier. Wir bedanken uns beim Deutschen Bundestag, dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, dem Bundesprogramm »Demokratie leben!« und dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Berthold Leibinger Stiftung, der Wüstenrot Stiftung sowie der Agentur Scholz & Friends für ihre Unterstützung. Ganz besonders danken wir allen mitwirkenden Einrichtungen.
Also, Baden-Württemberg: Reden wir über Heimat.
PEN Berlin. Wir stehen im Wort.
Veranstaltungsort & Veranstalter
Veranstaltungsort
Kulturraum Casino im Kulturhaus Caserne
Fallenbrunnen 17
88045 Friedrichshafen
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Veranstalter
Kulturhaus Caserne gGmbH
Fallenbrunnen 17
88045 Friedrichshafen
Tel. +49 7541 371661
kulturhauscaserne@gmx.de
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Preise
Eintritt frei: Spende