Freitag, 17. April 2020
Kategorie: Seehasenfest

Seehasenfundus näht Mund-Nase-Masken

Rund 1.300 Mund-Nase-Masken sind in den letzten Wochen im Seehasenfundus genäht worden – und die Produktion geht weiter.
rauen mit Masken sitzen am Tisch und nähen
Sie nähen Masken fürs Karl-Olga-Haus und die Stadtverwaltung (von links): Atieh Al Merie, Angelika Müller, Carmen Friedel, Claudia Widmann und Renate Klaiber (Foto: Seehasenfestpräsidium)

Die Näherinnen und ein Näher produzieren die Masken für das städtische Pflegeheim Karl-Olga-Haus und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Ans Karl-Olga-Haus wurden bisher rund 450 der waschbaren und wiederverwendbaren Masken geliefert.

„Unser Team ist hoch motiviert und näht am Tag zwischen 80 und 100 Masken vor Ort im Fundus und zum Teil auch an der eigenen Nähmaschine zu Hause“, sagt Irene Mommertz vom Seehasenfestpräsidium und zuständig für den Seehasenfundus. Im Fundus werden normalerweise übers Jahr von drei Teilzeitkräften die Kostüme für das Seehasenfest aufbereitet, entworfen und neu geschneidert.

Aufgrund der Corona-Pandemie und dem Mangel an Mund-Nasen-Masken im Karl-Olga-Haus entstand die Idee, in die Maskenproduktion einzusteigen: „Unsere vier Näherinnen und ein Näher arbeiten zum Teil auch ehrenamtlich und freuen sich, dass sie mit ihrer Arbeit einen sinnvollen Beitrag leisten können“, betont Mommertz. Auf die Uhr werde dabei nicht geschaut, ganz im Gegenteil: „Da wird getüftelt, es werden unterschiedliche Modelle ausprobiert und die Produktionsschritte werden laufend verbessert und optimiert.“

Ins Nähteam integriert wurde vor einiger Zeit auch ein Syrer, der vom städtischen Integrationsmanagement vermittelt wurde: Atieh Al Merie unterstützt die Näherinnen Angelika Müller, Carmen Friedel, Claudia Widmann und Renate Klaiber bei der täglichen Produktion. Das Material für die Masken stellt der Seehasenfundus aus seinen Resten, auch Gummi- und Schrägbänder waren noch genügend vorhanden.

Oberbürgermeister Andreas Brand ist begeistert: „Ich bin sehr beeindruckt von diesem Engagement und Einsatz und danke dem Seehasenfundus und dem ganzen Team: Wer weiß, wie viel Arbeit und Handgriffe in einer genähten Maske stecken, kann nur staunen über diese tolle Leistung. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Karl-Olga-Haus sind die Maske ein wichtiges Arbeitsmittel, zumal Masken nach wie vor am Markt kaum zu bekommen sind“, betont Brand. „Wenn unsere Pflegerinnen und Pfleger Masken tragen, sind insbesondere auch die Bewohnerinnen und Bewohner besser vor Infektionen geschützt – das ist jetzt besonders wichtig.“